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Am 6. Januar bin ich zu meinem zweiten Japanaufenthalt aufgebrochen, doch diesmal nicht als Tourist, sondern als Working Holiday Maker! Begonnen habe ich den sechsmonatigen Aufenthalt mit dem angenehmeren Teil – Holiday und zwar auf Okinawa! Es war sehr angenehm, aus dem eisigen Deutschland ins sonnige Naha zu kommen. Mehr als zwei Wochen hatte ich Zeit, die Insel zu erkunden. Neben Tagestouren zum berühmten Churaumi Aquarium, einem Sakura Matsuri und dem Peace Memorial Park habe ich auch einige Tage auf der Insel Miyako verbracht, wo es ein Deutsches Kulturdorf gibt. Dort stehen sogar zwei Blöcke der Berliner Mauer.
Doch auch in Naha selbst gab es viel zu sehen. Die belebte Kokusaidori, den rekonstruierten Shuri Palast, viele Parks, Gärten und Schreine.
Mein nächster Stop war Fukuoka, doch weil mich dort der Winter wieder eingeholt hat, bin ich nach einigen Tagen nach Beppu weitergereist, um mich in den zahlreichen Onsen aufzuwärmen. Neben den beliebten 100yen Onsens habe ich auch eine natürliche Onsen in den Bergen besucht und die Jigoku (sehr heisse Onsens) besichtigt. Es hat mich sehr fasziniert, wie aus den Wäldern und Strassen der heisse Dampf aufsteigt und dass man darin Eier und sehr leckere Hähnchen kochen kann.
Im Februar habe ich im Country Roads Youth Hostel in Yufuin, Oita-ken, gearbeitet. Zu meinen Aufgaben gehörte das Vorbereiten und Servieren von Frühstück und Abendessen sowie das Saubermachen der Zimmer. Außerdem durfte ich am Pan Club der Herbergsmutter teilnehmen. Die Familie, die die Herberge betreibt war sehr freundlich und da es im Februar nur wenige Gäste gibt, hatten wir auch Zeit, Ausflüge in die Umgebung zu unternehmen. Jedes mal, wenn ein Gast abgereist ist, haben wir für ihn mit Gitarrenbegleitung das bekannte Lied Country Roads gesungen.
Ende Februar habe ich eine Woche in der Pension einer älteren Dame in Fukuoka gearbeitet und begonnen den Japanischunterricht der Fukuoka Volunteers zu besuchen. Zweimal pro Woche bieten sie sehr preisgünstigen Unterricht in kleinen Gruppen, der sich an in Fukuoka lebende Ausländer richtet.
Unterricht, Ausflüge nach Nagasaki, Hiroshima und Okayama. Ende März werde ich an einem Workcamp in Haki (Fukuoka-ken) teilnehmen, bei dem es um die Promotion und Organisation des jährlichen Kodomo Art Festivals geht.
Übernachtet habe ich meistens in Hostels oder Guesthouses, die mit Küche, Wohnzimmer und Internetzugang ausgestattet sind. Dort kann man schnell Kontakte zu anderen Reisenden aus aller Welt knüpfen und Ausflugsziele, Kochtipps und neue Erkenntnisse über Japaner austauschen. Der Aufenthalt bietet mir die Möglichkeit, Japan in vielen Bereichen besser kennenzulernen und jeden Tag meine Sprachkenntnisse anzuwenden und zu verbessern.
Im April beginnt mein dreimonatiges Praktikum beim Deutschen Fremdenverkehrsamt in Tokyo. Ich bin schon sehr auf die Arbeit in einem deutsch-japanischen Team gespannt und freue mich darauf, in Tokyo zu wohnen.
(Sarah Lieb, Mitglied der DJG und ehemalige Praktikantin in unserem Büro)
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