Deutsch-Japanische Gesellschaft Berlin
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Juliane Milbrath: Bericht vom Praktikum, Juni 2003 

Mir wird oft gesagt, ich sei verrückt, weil ich mich sehr für Japan interessiere und versuche, mir die Sprache selber beizubringen. Aber was soll ich tun, wenn es auf der Insel Rügen keine anderen Möglichkeiten gibt, Japanisch zu lernen?

Seit mehr als fünf Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Japan, sammle viele Zeitungsartikel, zeichne Mangas, habe eine ganze nette Brieffreundin in Japan, bin Fan einer japanischen Rockband, koche gelegentlich Japanisch (zur Freude meiner Familie) und nehme ab und zu japanische Filme auf. Es ging sogar so weit, dass ich meine Leidenschaft für Japan mit einer anderen, nämlich der des Geschichtenschreibens, verbunden habe, so dass daraus ein kleines Büchlein entstanden ist. Es trägt den Namen "Nah und Fern – Near and Far" (die englische Übersetzung habe ich nur wegen meiner Brieffreundin gewählt, die von der Geschichte ganz begeistert ist). Häufig fragte man mich, worum es in meinem 52-seitigen Buch ginge. Eine der kürzesten Zusammenfassung lautet so: Eine Liebesgeschichte in Japan – genauer in Tokyo. – Na gut, dazu muss ich sagen, dass zwei deutsche Geschäftsleute sich aufgrund einer Firmenzusammenlegung in Japan aufhalten. Natürlich läuft da nicht alles glatt. Aus den verschiedensten Gründen müssen die beiden ihre insgesamt vier Kinder mitnehmen, die sich untereinander überhaupt nicht leiden können. Während die Erwachsenen geschäftlich unterwegs sind, kommen sich Chiara und Morten, zwei der Kinder, näher...

Unterschwellig habe ich mich schon immer für Japan interessiert, da ich bereits mit sechs, sieben Jahren Trickfilme wie "Biene Maja" oder "Eine fröhliche Familie" mit Begeisterung gesehen habe. Das hat mich animiert, mit dem Zeichnen solcher Figuren anzufangen. Somit habe ich mein Buch auch selbst illustriert.

Jetzt würde mir nur noch eine Japanreise fehlen, um meine Brieffreundin zu besuchen, aber vorerst will ich die Sprache richtig erlernen und mehr über Japans Kulturen, Traditionen, Religionen erfahren.

Mein Glück perfektionierte sich aber noch (es war keine Japanreise!!). Im Mai konnte ich mein Schulpraktikum in der Deutsch-Japanischen Gesellschaft hier in Berlin antreten. Aber leider nur für zwei Wochen, in denen ich doch Einiges gelernt habe... Aber ich hoffe, schon zum Sommerfest nach Berlin zurückkommen zu können.

Wenn sich jemand für mein Buch interessiert, kann er sich bei mir melden:

(Tel. 038392/34572) oder im Internet unter www.grasnelke.de (das ist nicht meine eigene Homepage, an der wird noch gearbeitet).

Juliane Milbrath (16 Jahre), "Nah und Fern – Near and Far", Machtwortverlag Dessau (www.machtwortverlag.de), ISBN 3-936370-18-4, Buchpreis 5 Euro

Deutsch-Japanische Gesellschaft Berlin e.V.   Kemperplatz 1   10785 Berlin   Tel. +49.30.2575.1157   Fax +49.30.2575.1158   EMail djg-berlin@t-online.de