Geschichte der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Berlin

2017 Abschiedsbesuch im Museum für Asiatische Kunst in Dahlem vor dem geplanten Umzug ins Humboldtforum.
2016 Sowohl Botschafter Yagi (Berlin) als auch Botschafter von Werthern (Tokyo) halten Grundsatzvorträge vor den Mitgliedern der DJG Berlin. Freundschaftsbesuch der JDG Toyohashi in Berlin.
2015 Die DJG Berlin feiert ihr 125-jähriges Jubiläum mit vielen Teilnehmern aus den anderen DJGen und Japanisch-Deutschen Gesellschaften in Berlin. Gleichzeitig findet die 51. Jahrestagung des Verbands  Deutsch-Japanischen Gesellschaften in Berlin statt.
2005 Zwanzig Vertreter der DJG Berlin nehmen an einer vom Verband der DJGen durchgeführten Freundschaftsreise nach Japan teil. Ziele sind unter anderem eine dreitägige Partnerkonferenz in Utsunomiya und die Expo in Aichi.
2004 Vertreter der DJG Berlin nehmen auf Einladung der gastgebenden Gesellschaft Kobe an der gemeinsamen Sitzung des Verbandes der JDGen mit Vorständen mehrerer DJGen sowie an zwei von Kobe organisierten Freundschaftsreisen zu JDGen in West-Japan teil.
2002 In Zusammenarbeit mit den JDGen Tokyo und Tochigi werden von 20 DJGen 125 Plätze für ein Homestay- und Praktikantenprogramm zur Verfügung gestellt, das dann im September durchgeführt wird. 85 Student(inn)en nehmen freiwillig an einem zweitägigen Berlin- und Potsdam-Programm teil, das von der Berliner und der Potsdamer Gesellschaft durchgeführt und betreut wird.
2001 Der Verband beschließt in Weimar die Fortführung des Homestay- und Praktikantenprogramms der DJGen für japanische Student(inn)en im Jahre 2002.
2000 In Kooperation mit der stellv. Frankfurter Gesellschaft und 22 anderen Gesellschaften wurde erstmalig 170 Student(inn)en im Rahmen der Jugendinitiative Expo Hannover 2000 ein vierwöchiger unentgeltlicher Aufenthalt in Mitgliedsfamilien und ein dreiwöchiges Praktikum in verschiedenen Firmen und Institutionen ermöglicht.

Die DJG Berlin ist gastgebende Gesellschaft für die Jahrestagung des Verbandes der DJ-Gesellschaften. Gleichzeitig findet der Festakt zum 110-jährigen Bestehen der DJG-Berlin statt. Auf dieser Tagung wird die DJGB zur Vorsitzenden Gesellschaft des Verbandes der DJ-Gesellschaften gewählt.

1998ff Umzug des Büros und der Bibliothek der DJGB aus dem Gebäude des JDZB in Räume des Wissenschaftlichen Springer Verlages in die Otto-Suhr-Allee, da das Haus an der Tiergartenstraße wieder als Botschaftsgebäude benötigt wird. Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit dem JDZB, das nun in Dahlem ein neues Domizil hat.

Mitgliederzahlen: über 700 ordentliche, 9 Ehren- und 18 Fördermitglieder

1990ff Neugründung von DJGen in den neuen Bundesländern mit Unterstützung der DJGB. Ständige Unterstützung und Anregung durch das Japanische Generalkonsulat in Berlin. Kooperation mit dem Japanischen Kulturinstitut in Köln, der Urania Berlin, dem Museum für Asiatische Kunst in Dahlem, der FU Berlin und der Humboldt-Universität sowie mit dem Dachverband der Japanisch-Deutschen Gesellschaften in Tokyo. Ausbau der Japanbibliothek bis auf 1800 Bände. Durchführung von Fortbildungskursen über Japan für Berliner Lehrer. Vermittlung von Homestays für deutsche und japanische Jugendliche. Aktivitäten des Chores der Gesellschaft.
1989 60-Jahrfeier der DJG Berlin in der Staatsbibliothek zum Gedenken an die Neugründung der DJG im Jahre 1929 vor dem Hintergrund der Öffnung der Berliner Mauer.
1987 Eröffnung des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin in dem Gebäude der ehemaligen Japanischen Botschaft in der Tiergartenstraße, das der DJG seine Hilfe anbietet und ihr Räume für ein Büro und Veranstaltungen zur Verfügung stellt. Die DJGB ist gastgebende Gesellschaft für die Jahrestagung aller Deutsch-Japanischen Gesellschaften
1969 Eröffnung des Japanischen Kulturinstitutes in Köln, das die DJGen durch Film- und Ausstellungsverleih und Vermittlung von Wissenschaftler- und Künstlergruppen unterstützt
1963 Gründung eines Verbandes der Deutsch-Japanischen Gesellschaften in der Bundesrepublik mit wechselndem Vorsitz.
1956ff Wiedereröffnung bzw. Neugründung vieler weiteren DJGen bzw. Deutsch-Japanischen Freundeskreisen in der Bundesrepublik
1955 Wiedereröffnung der Zweigstelle Frankfurt/Main
1952 Wiederaufnahme der Arbeit der DJG in Berlin
1938-41 Gründung von 15 Zweigstellen (“Ortsgruppen”) der DJG in Absprache mit dem Auswärtigen Amt und den Dienststellen der NSDAP in Köln, Wien, Frankfurt/M, Breslau, Hannover, München, Stuttgart, Leipzig, Hamburg, Salzburg, Magdeburg, Münster, Stettin, Linz, Mannheim/Heidelberg
1935-44 Herausgabe einer Zeitschrift “Nippon – Zeitschrift für Japanologie” in Zusammenarbeit mit dem Japaninstitut Berlin und dem Japanisch-Deutschen Kulturinstitut Tokyo
1936 Beitritt Japans zum Antikominternpakt. Aufbau eines großen, von beiden Regierungen geförderten Austauschprogramms für Wissenschaftler, Künstler und Studenten. Gemeinsame Propagandaveranstaltungen, auch in Form von spektakulären Theater- und Filmvorführungen.
1933 Durch einen von der NSDAP lancierten Coup wird die Führungsspitze der DJG durch “Kollaborateure” ersetzt. Die Wahl Admiral Behnckes zum Präsidenten ermöglicht jedoch Widerstand gegenüber der Linie des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP, Ehen mit als “nichtarisch” bezeichneten Japanern und Kindern aus diesen Ehen zu diskriminieren.
1929 Im Zusammenwirken deutscher und japanischer Diplomaten, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Musiker und Mediziner Konstituierung einer Deutsch-Japanischen Gesellschaft, die sich zum Ziel setzt, über Rassen, Religionen und Ideologien hinweg die Zusammenarbeit und das wechselseitige Verständnis zwischen den beiden Kulturen zu fördern. Von 1929 bis 1932 Herausgabe einer eigenen Zeitschrift “Yamato” mit Vereinsnachrichten und wissenschaftlichen Aufsätzen.
1926 Unter Habers massgeblichem Einfluß wird das Japaninstitut Berlin mit Sitz im Berliner Schloss gegründet, finanziert zur Hälfte von der Kaiser-Wilhelm (heute Max-Planck)–Gesellschaft, zur anderen Hälfte vom Auswärtigen Amt, dem Reichsinnenministerium und dem Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung getragen.
1914 Japan tritt auf Seiten Englands in den Weltkrieg ein, die offiziellen Beziehungen werden bis 1921 unterbrochen. Die deutsche Wissenschaft wird durch den Industriellen Hoshi finanziell unterstützt, die Nobelpreisträger Haber und Einstein werden nach Japan eingeladen.
1910 142 Mitglieder
1890 Gründung einer Deutsch-Japanischen Gesellschaft (Wa-doku-kai) mit festen Statuten durch die Mitglieder des Seminars für Orientalische Sprachen an der Königlichen Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin. Tätigkeiten: Vortrags- und Musikveranstaltungen, Wohltätigkeitsbälle, deren Erlös als Hilfe nach Japan geschickt wurde, Weihnachts- und Neujahrsessen, Ausflüge zu geselligen und wissenschaftlichen Zwecken, Kunstausstellungen u.a.m. Mitglieder: anfangs Professoren und Studenten, später zunehmend Geschäftsleute und Diplomaten.