Gemeinsamer Besuch der Keramikausstellung von Shinichi Sawada und Spaziergang über den Friedhof in der Heerstraße

Datum/Zeit
Fr, 09.10.2020
14:45 - 17:30 Uhr

Veranstaltungsort
Georg Kolbe Museum

Kategorien


Besuch Kolbe-Museum und Friedhofsführung Heerstraße mit Frau Beate Wonde

Niemand vermag vorauszusagen, wie das Wetter mitspielt bzw. ob es womöglich eine neue Corona-Welle im Herbst geben wird. Der Altweibersommer fällt sicher nicht aus. Und wenn man  eine Veranstaltung auf zwei Säulen plant, kann man je nach Lage besser variieren. Wir möchten Sie also für den Herbst in die Nähe des Bahnhofs Heerstraße einladen zu folgendem Programm:

14.45 Uhr    Treffen am Georg Kolbe Museum, Sensburger Allee 25, 14055 Berlin                            Führung durch die Keramik-Ausstellung von Shinichi Sawada                                                             Gegen 15.45 Uhr     Austausch bei gemütlichem Kaffeetrinken im Museumscafe. Alle, die es bis 15 Uhr nicht schaffen, können dort über den Garten zu uns stoßen.                                             16.30 Uhr     Ab Museum Spaziergang über den Kolbepark zum Friedhof Heerstraße

Der Friedhof ist einer der schönsten Berlins und befindet sich in der Nähe des Olympiastadions an der Trakehner Allee. Die außergewöhnliche terrassenförmige Anlage, um den Sausuhlensee herum errichtet, entstand Anfang der 1920er Jahre für die Bewohner der Villenkolonie Heerstraße. Es wäre schon erbaulich genug, sich während der Herbstfärbung einfach auf eine der vielen Bänke zu setzen und sich stiller Betrachtung hinzugeben. Doch gibt es auf diesem interkonfessionellen Friedhof, der die höchste Dichte an Prominentengräbern aufweist – allein 51 Ehrengrabstätten des Landes Berlin! – , weit mehr zu entdecken, als wir Zeit zur Verfügung haben.

Wir werden also die Dichter des Friedrichshagener Kreises um Gerhard Hauptmann besuchen, am Grab von Loriot vorbei den Großen der Berliner Kunstwelt unsere Aufwartung machen, angefangen vom Kunsthändler, Verleger und Schriftsteller Paul Cassierer, seiner Verdienste um die Vermittlung japanische Kunst um 1900 gedenken.

Zu Namen wie Dietrich Fischer-Dieskau oder den Schauspielern Grete Weiser, Klausjürgen Wussow, Victor de Kowa muss vorerst nicht viel gesagt werden.

Und doch wissen die wenigsten, dass sich hinter der einer japanischen Steinlaterne
nachempfundenen Grabstätte für Victor de Kowa und die
Sängerin Michiko de Kowa-Tanaka ein Kapitel deutsch-japanischer Beziehungen verbirgt, das Dr. Gerhard Krebs akribisch recherchiert  und in dem Aufsatz „Liebe und Widerstand im Nationalsozialismus“ (OAG-Notizen 12/19) veröffentlicht hat.

Hier enden zwei Lebenswege, die sich mit der Heirat am 15. Juli 1941 (!) verbanden und deren Spuren weit in das Zeitgeschehen in Musik, Literatur, Film, Politik in Deutschland und Österreich hineinreichen. Eine Verbindung schillernder Persönlichkeiten, die in für Mischehen schwierigen Zeiten zueinander standen. Über Wolfgang Harich, der wie manch anderer in Michiko die „interessanteste und schönste Frau“ Berlins verehrte, hatten die de Kowas Kontakte zum Widerstand. Man plante sogar gemeinsam die Gründung einer deutsch-japanischen Kulturzeitschrift, die allerdings am Veto des damaligen Generalsekretärs der DJG bei der Besetzung des Chefredakteurs-Postens scheiterte. Doch dazu dann vor Ort Ausführliches. Auf das Wiedersehen in der Heerstraße am 9. Oktober freut sich – Ihre Beate Wonde

Unser DJG-Besuch mit Frau Beate Wonde :

15.00 Uhr Ausstellungsbesuch

 Ab 16.00 Uhr – Kaffee trinken

Ab 16.30 Uhr – Besuch Friedhof Heerstr.

Anmeldung: bitte bis zum 5. Oktober 2020

Eintritt: 7,− Euro, (Ermäßigung: 5,− Euro)  + 5,− Euro  Führungsgebühr

 

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