„Okinawa – unterwegs in Japans südlichen Landen“

Ein Vortrag über Zoom von Valeria Jana Schwanitz und August Wierling

Fast zwei Jahre haben wir unsere eigentlichen Berufe als Wissenschaftler ruhen lassen, um mit dem Fahrrad und zu Fuß Okinawas Inselwelt zu erkunden und das erste Buch in deutscher Sprache seit 1927 zu schreiben. Über 1000 km erstreckt sich die Inselkette Okinawa mit Korallenriffen, glasklarem Wasser und subtropischem Dschungel im Süden Japans. Für lange Zeit waren die Inseln ein eigenständiges Königreich namens Ryūkyū und ein wichtiges Handelskontor im Pazifik. Die Insulaner setzten auf Diplomatie statt auf Waffen; Musik, Theater und Kunsthandwerk florierten. Reisende Europäer staunten seit dem 16. Jahrhundert über die Gastfreundschaft und Lebensfreude der Einwohner Ryūkyūs, doch dann gerieten die Inseln in Vergessenheit.

Wir erzählen über die Besiedlung der Inseln, die Geschichte des Königreiches und die traditionellen Handwerkskünste.  Musik, Tanz, Essen und Trinken kommen auf keinen Fall zu kurz, denn so klein die Inseln auch sind, so bedeutend ist ihr Beitrag zum Weltkulturerbe. Davon zeugen vor allem eine sehr lebendige Musikszene, Lebensweisheiten von rüstigen Hundertjährigen oder aber die traditionelle Tanzoper „Kumiodori“. Die Entwicklung in Okinawa, seit es 1879 Teil Japans wurde, ist eine ambivalente und auch das wird eine angemessenen Platz im Vortrag finden.

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